Auszubildenden helfen

In den Ausbildungsbetrieben und in den Berufsschulen ist zu erleben, dass es immer mehr Auszubildende gibt, die ohne Hilfe die Ausbildung nicht erfolgreich beenden werden. Die Abbrecherquote ist mit 25% aller Auszubildenden entsprechend hoch https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/180404-ausbildungsabbrueche-in-deutschland-100.html .
Was kann man tun? Gerade hier habe ich eine hilfreiche Organisation kennen lernen können. VerA, https://vera.ses-bonn.de/auszubildende/ „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ durch ehrenamtliche Freiwillige. Besonders die fachliche Schulung der Freiwilligen und der starke Einsatz für Auszubildende mit Migrationshintergrund hat mir imponiert.
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob im Kreis Steinburg diese Hilfe effektiv genutzt wird. Und wenn nicht, muss ich es schaffen, diese Möglichkeiten bekannt zu machen und Betriebe und Lehrer entsprechend zu motivieren, über VerA Hilfe anzufordern.

Sporthalle des Gymnasiums Glückstadt

Wie aus der Presse zu erfahren war, kann der beschlossene Neubau der Sporthalle nicht begonnen werden. Eine ungewöhnliche Situation mit Chancen auf bessere Entscheidungen?
Sachlage ist, dass der Bau ausgeschrieben wurde (Teile davon). Die Angebote aber so teuer sind, dass das Budget nicht ausreicht, obwohl auch hier mehr als 6 Millionen € eingeplant wurden. Es kann also keine Auftragsvergabe erfolgen. Jetzt muss der Kreistag neu entscheiden.
Als neues Mitglied muss ich jetzt also entweder die alten Beschlüsse und Planungen übernehmen und mit mehr Finanzmitteln ausstatten. Oder ich muss dafür werben, dass günstiger gebaut wird. Hier bietet sich das alte, damals verworfene Konzept, einer Sanierung an.
Oder man denkt mal darüber nach, wer eigentlich Nutznießer der Sporthalle ist und teilt Kosten anders auf. Gegen ein kreiseigenes Gymnasium in Glückstadt habe ich nichts, denn dort gehen auch viele Schüler aus den umliegenden Gemeinden zur Schule. Das sollte nicht Glückstadt alleine tragen. Aber für die Sporthalle gibt es deutlich mehr Nutzer, die nicht Gymnasium heißen. Warum also nicht die Halle von Glückstadt bauen lassen und als Schule die Nutzung anmieten. Wäre das ein Weg? Vielleicht ließe sich dann der Neubau durch eine bedarfsgerechte Sanierung ersetzen, weil die Gemeinde Glückstadt das so will?

Es stehen interessante Debatten im Bau- und Finanz- und Schulausschuss an.
Und alles nur, weil Bauen unverhältnismäßig teuer geworden ist.

Kreisverwaltung Neubau 46 Millionen €

Es war zwar nicht die Kreistagssitzung sondern eine öffentliche Veranstaltung des Landrat Hr. Wendt, aber vornehmlich sollten wir „neuen“ Kreistagsabgeordneten in die Situation bei den Neubauplanungen eingearbeitet werden.
Das Kreisbauamt und die Architekten haben schon viel vorgearbeitet und die Schätzungen der Kosten für einen Neubau kann ich als Planungsgrundlage verstehen, auf die ich mich verlassen muss. Klar wurde auch, dass jede Verzögerung weitere Kostensteigerungen zur Folge hat. Zum Einen wegen der „Baukosten Inflation“ weil derzeit sehr viel gebaut wird. Einige Firmen geben schon keine Angebote mehr ab, weil die Fachkräfte fehlen. zum Anderen wegen der weiterhin anfallenden Vorplanung, die auch nicht kostenfrei ist.
Ich gestehe, dass ich 2011, als erstmalig über die Notwendigkeit eines neuen Verwaltungsbaus debattiert wurde wenig Interesse daran hatte. Im Laufe der Zeit gab es dann erste Ideen und Entwürfe von Architekten, die ich zum Großteil scheußlich fand.
Mit der Abstimmung unter den Steinburger Bürger*innen wurde dann beschlossen, die alte Fassade zu erhalten und dahinter oder im alten Gebäude eine neue Verwaltung unterbringen zu können. Auch der Standort in der City von Itzehoe ist beschlossen. Beides sehe ich heute zwar kritisch, fühle mich aber an die Bürgerentscheidung und alte Kreistagsbeschlüsse gebunden. Die Erhaltung der historischen Fassade ist hübsch und erhält ein attraktives Stadtbild an der Viktoriastrasse, kostet aber auch einiges mehr, als ein neuer Bau.

Nun steht also demnächst an, grundsätzlich zu beschließen, den Neubau in der vorgestellten Form zu beginnen, damit über 400 Mitarbeiter der Verwaltung endlich angemessene Arbeitsräume erhalten. Damit ein energiefressendes Gebäude zu einem Energiespargebäude wird. Damit die Bürger endlich eine attraktive und barrierefreie Verwaltung aufsuchen können. Aber 46.000.000 € und mehr sind viel Geld.