Wohnungsbau

In vielen Städten gibt es zu wenig günstige Wohnungen.
In vielen Orten wollen besser Verdienende ein Haus bauen.
Wie gehen wir damit um?

Ich kann Gemeindevertreter verstehen, die gerne Baugebiete ausweisen in denen finanzkräftige junge Familien ein Haus bauen. Dadurch steigt das Einkommen in der Gemeinde, die Kaufkraft eventuell auch und die Steueranteile an der Einkommensteuer in jedem Fall.
Zusätzliche Aufwendungen für Kindertagesstätten werden da gerne finanziert. Manchmal sogar zusammen mit Nachbargemeinden.

Wenn nun eine Klein- oder Mittelstadt ein Baugebiet ausweisen möchte kann die Stadtvertretung auf die gleiche Idee verfallen. Aber in den Zentren geht es eher darum, die nicht so gut Verdienenden mit ausreichend günstigen Wohnungen zu versorgen. Auch wenn es nicht wünschenswert ist soziale Unterschiede zwischen Stadt und Land zu festigen.
Gerade diese Menschen, gerade diese Familien finden in kleineren Gemeinden kaum geeignet Wohnraum. Dies oft deswegen, weil es von dort zu wenig Busse und Bahnen zu den Arbeitsplätzen gibt. Mit wenig Einkommen ist dann ein PKW oft zu teuer, so dass nur der Weg des wohnen in einem Zentrum bleibt.
Städte tragen in ländlichen Regionen meist die größere soziale Last.

Darum ist es wichtig, gerade in Itzehoe als Kreisstadt, dafür zu sorgen, dass mehr günstiger Wohnraum entsteht. Dafür kann dann gerne auch mal ein neues Baugebiet für in Hamburg arbeitende Pendler kleiner ausfallen.
In der Stadt gibt es sicherlich genug Plätze oder alte Gebäude, die vernünftig, modern, Platzsparend und ökologisch neu bebaut werden können. Daran sollten wir bei der langfristigen Stadtentwicklung konzentriert arbeiten.