Was kann man erreichen?

Seit Jahren unterrichte ich Politik in der Berufsschule. Wenn es um Partizipation im Demokratie Unterricht geht, dann schlage ich den Schüler*innen gerne vor, sich direkt zu beteiligen. Einige tun dies sogar, entweder bei Demos, in Bürgerinitiativen oder in kommunalen Vertretungen. Gerade diese Lokalpolitik ist ein guter Weg, seine direkte Lebenswelt positiv zu beeinflussen.

Aber was kann ich als Kreistagsmitglied wirklich erreichen?
Manchmal nicht viel, denn die Entscheidungen sind Mehrheitsentscheidungen. Also setzen sich häufig konservative Entscheidungen durch, statt Änderungen zu versuchen.
Aber, und das gibt mir immer wieder Hoffnung, durch das Setzen von Themen, durch das Ansprechen von kritischen Punkten müssen wir öffentlich diskutieren.

Die Öffentlichkeit ist ein wichtiger Partner um Themen ohne politische Mehrheit transportieren zu können. Es ist darum immer wieder schwierig, in nicht öffentlichen Sitzungen wichtige Umweltthemen zu verfolgen.
Plötzlich ist es einigen Politikern wichtiger, die Wirtschaft zu fördern, die Gebühren niedrig zu halten oder die Bequemlichkeit von Bürgern und Verwaltung zu steigern. Neue klimaschonende Technologien werden dann gerne mal auf später verschoben.

„Friday for future“ findet auf der Straße statt. Diese Bewegung findet aber nur langsam Zugang in die politischen Entscheidungen. Und selbst wenn dann die Landesregierung und das Landesparlament die „Nachhaltige Beschaffung“ im Land fördert, wird dies in vielen Kommunen noch sehr (zu) zögerlich umgesetzt.

Hier sind wir Grünen wichtig um immer wieder zu fordern und zu überzeugen.

Klimaschutz ist schwierig

Manchmal kommt mir unser Kreis Umweltschutzausschuss nicht wie ein Schutz-Ausschuss vor. Insbesondere bei Sitzungen ohne Öffentlichkeit.

Wenn die Ideologie der einzelnen Mitglieder durchkommt, dann stehen logische Schutzkriterien an zweiter oder dritter Stelle. Umwelt Themen zu behandeln isst sehr wichtig, wenn aber die Mehrheiten im Ausschuss mehr auf Geldsparen und erhalten von Gewohnheiten stzt wird es schwierig.

Mir als Grüner Politiker wird dann ideologiebedingtes Handeln vorgeworfen. Vielleicht stimmt dies auch teilweise. Meine Idee ist, dass wir uns eine gesunde Umwelt auch etwas kosten lassenb dürfen. Diese Kosten wollen wir als Bürger natürliuch ungerne tragen, aber wir wollen alle weiter gesund und lebenswert leben.

Hören wir bitte häufiger mal auf „Volkes Meinung“ wenn zB. die Jugend für ihre zukünftige Lebenswelt demonstriert.

Als Politiker und als Kommunalverwaltung ist es unsere Aufgabe, die Zukunft zu gestalten. Das bedeutet nicht, immer die Vergangenheit zu erhalten.

Das Eichtal ist vorerst kein Baugebiet

http://zeitung.shz.de/wilsterschezeitung/2039/article/871896/11/1/render/?token=74a0840c724706d822c44e89362f76e9

Eine gute Sache, wenn sich Bürger finden und trotz vieler Hindernisse eine Mehrheit für Ihr Anliegen finden.

Zwei Jahre Zeit für vernünftiges Planen der Itzehoer Stadtentwicklung. Gut so, denn es gibt genügend Alternativen in und um Itzehoe neue Häuser und Wohnungen zu bauen.

Glückwunsch den aktiven Streitern für das Eichtal.