Haushaltsplan und Kreisumlage

Der Nachtragshaushalt 2019 des Kreises soll verabschiedet werden und birgt eigentlich wenig kritische Inhalte. Wir sparen viel ein, da wir Stellenausschreibungen nicht besetzen konnten. Wir sparen noch mehr ein, da Bauvorhaben nicht so schnell wie geplant umgesetzt werden konnten. Toll

Was einige dabei vergesse: Ohne die Mitarbeiter kann die Arbeit nicht angemessen erledigt werden.
Verschobene Bauvorhaben kosten dann später Geld. Und meist werden sie durch die Verschiebung teurer als geplant.

Viel mehr Spannung birgt der, ich nenne es mal Machtkampf, zwischen Kreis- und Gemeindevertretern bezüglich der Festsetzung der Kreisumlage.
Jetzt soll diese wieder auf 34% abgesenkt werden, damit die Gemeinden etwas mehr Geld im eigenen Haushalt behalten. Folglich kann der Kreis womöglich einige Aufgaben nicht voll bezahlen, die er für die Gemeinden erledigt.
Viel schlimmer finde ich, dass wir im Kreis Steinburg unterdurchschnittlich wenig Kreisumlage erhalten. Der aktuelle Durchschnitt in Schleswig Holstein liegt bei 35,79%.
Wer weniger als der Durchschnitt festlegt, der bekommt auch weniger Schlüsselzuweisungen (2019 ca 39,3M€) aus dem Landeshaushalt.
Der Kreishaushalt wird also nicht nur um die 1% (ca.1,6M€) abgesenkt sonder wird im nächsten Jahr auch weniger Landesmittel erhalten.
Ob das die Gemeindevertreter*innen auch wissen?