Andere Laender, andere Herausforderungen

In Deutschland, insbesondere in meinem Kreis Steinburg mache ich mir viele Gedanken ueber vernuenftige Verkehrspolitik. Busse foerdern und Radwege ausbauen sind dabei wichtige Einzelthemen.
Wenn ich meine Erfahrungen der letzten Wochen hier in Jakarta revue passieren lasse, dann wird das Thema Verkehr aus meiner Sicht immer wichtiger.

Was passiert, wenn zu viele Menschen in einer Stadt arbeiten und taeglich weite Wege zur Arbeit zurueck legen muessen ist hier besonders deutlich. Es gibt zwar einige gute Buslinien und auch eine erste U Bahn sowie Vorortzuege, aber das Grundproblem bleibt. Die Strassen sind zu voll. Es werden immer weitere Strassen gebaut. Beispielsweise als Bruecke oberhalb vorhandener Strassen.
Wie kann eine bessere Loesung gefunden werden?

Ich denke es waere richtiger, wenn moeglichst viele Menschen in der Naehe ihres Arbeitsplatzes wohnen koennten. Fusswege statt Auto- und Mopedverkehr helfen.

Neben dem taeglichen Verkehrschaos ist die Lufbelastung extrem hier in der Millionenmetropole. Die Lungenkrankheiten duerften sehr verbreitet sein. Auch andere medizinische Probleme treten durch Luftbelastungen staerker zu Tage, dies hatte die EU ja gerade in einem neuen Gutachten nachgewiesen. Beispielsweise steigt die Anzahl an Fehlgeburten und auch die Lernfaehigkeit der Schueler*innen wird negativ beeinflusst.

Wohnen in der Nähe der Arbeitsorte

Es war einmal üblich in der Nähe seines Arbeitsortes zu leben. In Großstädten gibt es zwar viele schlechter bezahlte Jobs, aber nicht genug Wohnraum für diese Beschäftigten. Wir im Kreis Steinburg sollten nicht den Fehler begehen, Wohnraum für in Hamburg arbeitende Menschen zu schaffen. Besser wäre es, regional Arbeitenden eine gute und günstige Wohnung zu bieten.

Pendeln vermeiden schont die Umwelt, den privaten Geldbeutel, die Nerven der Pendler*innen und schenkt Zeit für Hobby und Familie. Außerdem müssen weniger Straßen, Bahnen und Parkräume vorgehalten werden. Ein Umdenken scheint angebracht.

Akku Triebwagen für SH

Das freut den Elektriker in mir. Endlich werden Diesel Triebwagen durch elektrische erstetzt. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Das man heute noch stolz dazuschreiben muss, dass dann auch WLAN im Zug ist, finde ich peinlich. Eigentlich sollte dies selbstverständlich sein.

Westküste und Klimaschutz

Wie heute in der Rundschau richtig beschrieben ist unsere Heimat besonders betroffen vom Klimawandel.wenn der Meeresspiegel weiter ansteigt werden wir das Niederschlag-Wasser immer schwerer los. Darum finde ich es gut, dass sich zumindest für beiden Landräte für mehr Anstrengen des Bundes einsetzen. Warum unser Steinburger Landrat nicht dabei ist kann ich noch nicht einschätzen.

Klimaschutz ist nicht nur für den Hochwasserschutz wichtig.Auch die zu erwartenden Kosten für neue Pumpwerke an der Küste sind erheblich.Vielleicht lassen sich die volkswirtschaftlich denkenden Menschen dadurch zusätzlich leiten. Wenn das Wasser nicht entsorgt werden kann, dann müssen wir Bewohner weichen. Das nennen wir dann Klimaflüchtlinge. Mal schauen, wer uns dann eine neue Heimat anbietet.