Mehr und bessere Radwege braucht es

Wenn die Zahl der Unfälle auf Auto Straßen steigt, dann fordert die breite Öffentlichkeit schnell mehr Straße.

Wenn die Zahl der Unfälle auf Radwegen steigt wird ein vorsichtiges Fahren gefordert.

Finde den Fehler.

Batterieforschung in Itzehoe?

Norddeutsche Rundschau 13.12.19

Nach der heutigen Kreistagssitzung bezweifle ich ernsthaft, dass ein Investor hier im Kreis Steinburg innovative Akkus herstellen würde. Anstatt die nächsten drei Autos für die Verwaltung mit CO2 neutralem Antrieb zu beschaffen wird nun wieder die altbekannte Technik des Verbrenner-Motors gekauft. Es ist schon erstaunlich mit wie viel falschem Halbwissen da argumentiert wurde. Meine Sitznachbarin fragte verwundert nach dem Grund für die konservative Haltung vieler, nicht Grüner und Linker, Kreistagsmitglieder. Ich denke, hier wird die private Lebenseinstellung verteidigt. Viele sehen den hubraumstarken Ottomotor immer noch als geeignetes Statussymbol an. Da kann dann ein e oder H2 Auto schlicht nicht die bessere Wahl sein.

Dafür interessiert es mich nicht besonders, welche Wappen an der Kreisgrenze installiert werden. Hier waren aber viele Mitglieder sehr wohl bereit die Steuergelder der Einwohner auszugeben. Schließlich hatte man diese ja bei den Autos gerade eingespart.

Ich bin ziemlich enttäuscht von dieser Sitzung.

Kreishaushalt für 2020

http://zeitung.shz.de/norddeutscherundschau/2262/article/1049743/13/3/render/?token=2e083f79673f534e10a14118614042c5

Am Donnerstag wird der Kreishaushalt vermutlich verabschiedet. Wenn man bei vielen der Diskussionen dabei ist, nimmt man das Zahlenwerk mit Bewunderung für die daran mit arbeienden Verwaltungsmitarbeiter*innen war.

So viele Zahlen, möglichst fehlerfrei und verlässlich zusammenzutragen ist aufwendig. Politisch bleibt gar nicht so viel Spielraum, denn die meisten Kosten entstehen für Pflichtaufgaben. Die freiwillig möglichen Leistungen sind wichtig, können aber nur mit entsprechenden Umlagen durch z.B. die Gemeinden auch erbracht werden.

Der aktuelle Haushaltsplan hat ein geplantes Defizit in Millionenhöhe. Damit ist nicht viel „Gutes“ für die Steinburger zusätzlich machbar. Diese Finanzlage ist unter anderem der geringeren Kreisumlage nach zähen harten Verhandlungen geschuldet. Seis drum, im Endeffekt müssen die Gemeinden auch ihren Haushalt bestmöglich planen.

Was mich jedoch ärgert ist, dass Maßnahmen des Umweltschutzes gerne auf später verschoben werden. Beispielsweise könnte der Kreis ca 15 Tonnen CO2 jährlich weniger ausstoßen wenn man die Dienstfahrzeuge elektrisch oder mit Wasserstoff fahren ließe. Aber selbst die drei Neubeschaffungen in 2020 werden aller Wahrscheinlichkeit nach erneut alte Verbrennungsmotoren haben. Kreis Steinzeit? Wo bleibt die geförderte Handlung der Öffentlichen Hand hin zum Klimaschutz?

Aber was will ich erwarten, wenn man sich in einigen Fraktionen nicht einmal für das Zertifikat “ Faire Trade Town“ bewerben möchte. Fairer Handel ist konkreter Klimaschutz international. E Fahrzeuge wären Klimaschutz regional.

Leider glauben viele Politiker noch immer, dass Klimaschutz auch ohne Kosten und ohne Verhaltensänderung möglich ist.

Dies ist meiner Überzeugung nach ein Irrtum.

Itzehoer Gutschein. Schon gut, es ginge aber noch besser

http://zeitung.shz.de/norddeutscherundschau/2261/article/1049002/7/4/render/?token=839adfbd100586ce4272998350cd5b13

Regionalgeld und Einkaufsgutscheine sind eigentlich das Gleiche. Nur dass die Bezahlmöglichkeiten des „Geldes“ weiter reichen.

Insbesondere die Idee, einer Mitarbeiterin den Gutschein als Bonus zu zahlen ist ein toller Ansatz. Wenn auch Teile des Gehalts in regionaler Währung geleistet wird, bliebe noch mehr Umsatz in der eigenen Region. Lange Lieferwege können so vermieden werden. Außerdem kann die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes steigen. Je schneller Einkommen ausgegeben wird, desto mehr Umsatz ist machbar.

Womöglich können sogar neue geeignete Mitarbeiter über solche neuartigen Bonussysteme gefunden werden. Bezahlung nach Tarif oder nach Gesetzeslage in Verwaltungen reichen ja schon lange nicht mehr aus um ausreichend Nachwuchs zu gewinnen.

Bauen und Naturschutz verbinden?

http://zeitung.shz.de/norddeutscherundschau/2259/article/1047583/7/5/render/?token=6537a40857a117b52dc0a0683acbe4ce

Ein Baugebiet in einem ehemaligen Kleingarten? Damit hatte die Itzehoer Politik schon einmal Stress. Siehe Kratt, das jetzt als Natur erhalten bleibt.

Das Gelände im Itzehoer Stadtteil Tegelhörn / Pünstorf sehe ich als geeignet an. So weit ich es besichtigen konnte, könnte eine vernünftige Bebauung den Baumbestand erhalten und weite natürliche Bereiche in den Plan eingearbeitet werden. Dazu müsste man sich aber von der Vorstellung einer EFH Siedlung verabschieden.

Das Gebiet schließt eine Lücke zwischen zwei Wohngebieten, ist verträglich nah zum Stadtzentrum und groß genug um ein ökologisch sinnvolles Quaertier zu bauen. Als Keimzelle für regenerative Wärmeversorgung könnten angrenzende Gebiete sogar mit Nahwärme versorgt werden.

Ich hoffe, dass die Diskussion zwischen Bürger*innen, Politik und Investoren bald starten.

Wenn genossenschaftlich ein generationenübergreifendes Wohnquartier geschaffen würde, dann wäre es toll, diese Genossenschaft aus Nachbarn und neuen Bewohnern zu bilden. Demokratie wäre dann das Planungsprinzip.