Grünes Grundsatzprogramm 2020

Gestern fand unsere Grüne KMV (Kreis Mitgliederversammlung) statt. Zum Glück haben wir keinen Ausschluss von Online Sitzungen und Abstimmungen in der Satzung. Wir konnten uns also kurzfristig online treffen um am Grundsatzprogramm zu arbeiten.

In den letzten beiden Wochen haben viele Grüne des Kreises Steinburg den Entwurf des Grundsatzprogramms der Bündnis 90/Die Grünen durchgearbeitet. Wir hatten in Summe viele Ideen, was fehlt, was zu viel ist und was umformuliert werden sollte.

Am 22.7. war es so weit und wir stimmten in einer sehr langen Sitzung über die einzelnen Änderungsvorschläge ab. Nun habe ich die Fleiß-Aufgabe übernommen, alle diese Änderungen in das Grüne Beteiligungsforum im Internet ein zu stellen. Bis zum 31.7.20 können alle Mitglieder der Grünen dort ihre eigenen Vorschläge einstellen. Anschließend berät der Bundesverband die Vorschläge und es wird ein neues Grundsatzprogramm verfasst. Dieses steht danach auf einem Bundesparteitag zur Diskussion und Abstimmung.

Der Prozess der Programmgestaltung ist lang und anstrengend. Er spiegelt die urdemokratische, diskussionswillige Tradition von und Grünen wieder.

Als Steinburger haben wir viele Änderungen vorgeschlagen. Wir sollten uns also bei zukünftigen Wahlkämpfen entsprechend gut wiederfinden können.

Der neue Entwurf ist aus meiner Sicht schon jetzt gelungen. Mit den vielen Anträgen im Beteiligungsgrün, nicht zuletzt mit unseren Änderungsanträgen wird es noch besser.

Die Arbeit an einer besseren, lebenswerteren Zukunft ist wichtig, anstrengend und spannend. Ich freue mich sehr, dass so viele Grüne im Kreis Steinburg daran aktiv mitwirken.
Vielleicht gewinnen wir ja noch mehr Mitglieder durch die aktive Diskussion. Am 5. August ist wieder ein offenes Netzwerktreffen, da dürfen Interessierte gerne mit diskutieren.
Leider findet das Treffen erneut online statt, aber diskutiert wird dort trotzdem viel.

Sommer , Sonne, Freizeit und Corona

Wie gerne vergessen wir in unserer Freizeit unsere Verantwortung für Andere. Da feiern ausgerechnet brave deutsche Testtouristen auf Mallorca übermäßig. Wenn es sich dort sicherlich nur um wenige Ausnahmen handelt, so scheint doch belegt zu sein, dass wir es oft nicht schaffen, in Freizeiten und Urlaub an der Sonne vernünftig zu handeln.
Das zeigte sich ja auch schon vor der Pandemiebekämpfung vielerorts. Urlaub war und ist für viele Menschen eine Ausnahmesituation. Da darf man mehr essen, mehr Plastik benutzen, zu lange am Strand liegen und zu viel trinken. Schließlich habe man es sich ja verdient. Das ganze Arbeitsjahr hindurch hat man sich darauf gefreut, endlich nicht mehr nur vernünftig zu sein.

Und genau dies bedeutet Urlaub in unserer technisierten, arbeitsorientierten Wirtschaft ja auch. Aussteigen aus dem Hamsterrad und zu sich selber finden. Entspannen indem man anderes tut als zu funktionieren.

In den letzten Monaten haben wir aber gelernt, zumindest haben viele es gelernt, dass Rücksicht auf andere Menschen ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität ist und bleiben wird.
Was steht dem Ansinnen entgegen, niemanden mit seinen Tröpfchen aus Nase und Mund zu belästigen. Ich mochte auch schon vor Corona nicht angehustet werden. Ein Mund Nasen Schutz ist da sehr hilfreich. Irgendwann werden wir diesen vermutlich auch nur noch situationsbedingt tragen. Sobald ich erkältet bin kann ich das doch einfach tun.

Wenn es um Normalität geht, dann müssen wir auch neu lernen, wie wir Veranstaltungen wieder durchführen können. Denn was es bedeuten kann, nur noch in einer virtuellen Welt zu leben, das erlebten viele in den letzten Monaten. Die reale Begegnung und der Austausch ohne Bildschirm zwischen den Menschen ist enorm wichtig für soziale Gemeinschaften.

Der NDR hat gerade wieder zusammengefasst, welche aktuellen Veranstaltungsregeln in Schleswig Holstein gelten. Ein Stück neue Normalität wird geschaffen. Das ist gut so.

Rücksicht kann ich ja trotzdem nehmen. Zum Beispiel muss ich ja nicht zu Veranstaltungen gehen, wenn ich mich krank fühle.

Auszüge:
Menschen müssen untereinander 1,50 Meter Mindestabstand im privaten Raum und in der Öffentlichkeit halten, sofern dies möglich […]“

„Veranstaltungen im privaten Wohnraum und dazugehörenden befriedete Besitztum, zum Beispiel im heimischen Garten, unter Auflagen mit bis zu 50 Personen auszurichten“ Mit Kontaktlisten

„Veranstaltungen mit Marktcharakter wie Messen, Flohmärkte, Landmärkte und Ähnliches mit bis zu 250 gleichzeitigen Besuchern im Freien zu veranstalten.

Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater, Kinovorführungen mit bis 250 Teilnehmern im Freien oder bis zu 100 Teilnehmern innerhalb geschlossener Räume zu veranstalten.“

ehr kann sich jeder auch in den aktuellen Erlassen ansehen.