Stadtentwicklung

Städte zu entwickeln ist ein langwieriges Geschäft. Ideen von heute sind nicht iummer auch in ferner Zukunft sinnvoll. Kurzfristige Ziele lassen sich aber nur schwer durch eine mittelfristig bis lang angelegte Planung verwirklichen.

Dienstag tagt in Itzehoe endlich wieder der Stadtentwicklungs-Ausschuss im alten Rathaus. Ich hoffe, ich verpasse den Termin nicht, wenn ich auch nur als Besucher anwesend sein kann.
Nun, nachdem ich schon fast ein Jahr hier in Itzehoe wohne möchte ich mich auch stärker in die Stadtpolitik einbringen. Als Kreistagsmitglied ist das immer ein Balanceakt, aber als Bürger der Stadt kann ich die Interessen zwischen Kreis und Stadt schon ganz gut trennen.
Worum es Dienstag gehen soll kann jeder im Bürgerinformationssystem einsehen. Diese wunderbare Transparenz schaffende Einrichtung finde ich wichtig.

Wichtige Themen sind aus meiner Sicht die zukünftigen Baugebiete für Wohnungen. Ich denke, wir sollten nicht in die Falle tappen und weitere EFH planen lassen, denn dafür wird es zukünftig immer weniger Bedarf geben. Wenn die eigenen Kinder ausziehen ist zu viel Wohnfläche für die Rentner*innen übrig. Dadurch wird versiegelte Fläche ungünstig genutzt. Meine Ziele liegen mehr im Bereich der Quartiere, inm denen auf weniger Fläche mit mehreren Menschen sozial interagiuerend gewohnt werden kann.

Leider gibt es noch immer zu viele einnahmenorientierte Politiker in den Kommunen, die sich durch wohlhabendere Neubürger höhere Steuereinnahmen versprechen.

Auch die Diskussion um den von der UWI eingebrachten Antrag zur kostenfreien Bus Nutzung in Itzehoe kann sehr interessant werden. Ich meine zwar, dass es sich nur lohnt, die Busse im Kreis kostenfrei an zu bieten, statt nur in der Stadt. Aber darüber können Itzehoer Stadtvertreter eben nicht entscheiden.
Ich kann mir die ablehnenden Redebeiträge aber schon vorstellen. Ich hoffe, überrascht zu werden.

Velorution in Brüssel

Brüssel geht voran und will die Verkehrswende ausprobieren. Mehr Rad- und Fußverkehr durch die Velorution und ausgerechnet ein Automobilclub berichtet darüber.
Es geht darum, dass die bevorrechtigte Nutzung in Teilen der Belgischen Hauptstadt weg vom PKW hin zu Fahrrad und Fußgänger wechselt.
Leider gilt dies nur für Teile der Stadt, nur der Innenstadt also. Auch ist es eine Brüssler Regel, keine europäische. Aber vielleicht sollten wir über ähnliche Experimente ernsthaft nachdenken?

Itzehoe ist dafür durchaus interessant, denn hier gibt es wenig Radwege, die gut zum Radfahren geeignet wären. Es gibt aber viele Itzehoer, die gerne mit dem Fahrrad ihre täglichen Besorgungen erledigen. Warum sollten die PKW Fahrer*innen nicht nachrangig Fahr und Stellflächen verwenden dürfen?

Noch besser finde ich zwar die Luxemburger Entscheidung für einen kostenfreien Busverkehr in der Stadt. Dies hätte für Itzehoe jedoch sehr eingeschränkte Vorteile. Die Stadt ist klein genug um zu Fuß oder per Rad die wesentlichen Strecken zurück legen zu können. Für den gesamten Kreis Steinburg fände ich kostenlose Busverbindungen jedoch richtig. Mehr Fahrgäste schaffen wiederum weniger PKW auf den Straßen. Und wer sich entscheiden kann, kostenfrei mit dem Bus zu fahren, der kann öfter auf das Tanken verzichten.