Schulbeginn in SH

Montag starten die Schulen in Schleswig Holstein im Präsenzbetrieb.
Schule ist sehr wichtig für die Entwicklung der Jugendlichen in allen modernen Gesellschaften. Dieses habe ich seit Jahren vor allem in Bezug auf Entwicklungsländer gelernt und gelehrt.

Das sich Unterricht nun an neuen Infektionsschutzmaßnahmen orientieren muss und wird, das ist für Lehrkräfte und Schulverwaltung sehr anstrengend. Für Eltern und Lernende sicherlich auch ungewohnt. Ich bin allerdings überzeugt, dass wir uns auch an diese neue Situation der täglichen Routine schnell gewöhnen werden.

Vorteile sehe ich durchaus. Endlich werden unsere Schulen im reichen Deutschland mit ausreichend Waschräumen, Seife und Handtüchern ausgestattet. Endlich werden landesweit e-learning Plattformen benutzt. Es gibt sogar gemeinsame Strategien und Anwendungen. Endlich trauen sich Schulleitungen auch die Nutzung von IT-Lernplattformen vorzuschreiben, statt auf die Eigeninitiative der Lehrenden zu setzen. Endlich nutzen wir die seit etwa 20 Jahren bestehenden Möglichkeiten des „blended learning“. Auch wenn der Grund zur verpflichtenden Nutzung von Lernplattformen sehr unschön ist. Wir erwarten vereinzelt erneute Schließungen von Kohorten oder ganzen Schulen. Dafür wollen und müssen wir vorbereitet sein, den Unterricht auch ohne Präsenz vernünftig und bewertet fortführen zu können.

Ich hoffe, das zukünftig das Zusammenspiel von Hausaufgaben, Klassenzimmer-Unterricht, Online Unterricht, Lernsoftware und Lernen an anderen Orten harmonisch läuft. Die Medienkompetenz steht zumindest mittlerweile im Fokus.

Auch die Schüler*innen merken allmählich, dass Smartphones mehr können als zu unterhalten. Manche wollen dies natürlich nicht wissen, denn dann werden Spielzeuge zu Arbeitsgeräten.