Energiewende in SH vergleichsweise erfolgreich

Im bundesweiten Ranking liegen wir vorn. Besonders im Bereich der Stromerzeugung sind wir besser als die anderen Bundesländer. Schön.

Vorschlag von mir: wir schauen in BW ab, wie man besser mit Wärmeenergie umgeht und wir kopieren aus Harburg, wie E-Mobilität erfolgreicher eingesetzt werden kann. Dann bleiben wir Spitze.

Und hoffentlich fällt uns auch noch ein, wie wir uns Bürger zum Energiesparen überzeugen. Ach ja, Müll müsste auch weniger verursacht werden. In dieser Disziplin sind wir Deutschen nämlich weltweit an der Spitze. Und das ist keine gute Stellung.

Fair Trade in Steinburg?

Viele Kommunen schließen sich der deutschen Fair Trade Kampagne an um für den gerechten Handel mit Entwicklungsländern zu werben.
Diese weltweite Organisation zur Unterstützung der Lieferanten unserer Waren aus Entwicklungsländern ist allseits hoch angesehen.

Selbstverständlich gibt es auch kritische Stimmen, die die Fehler im System erkennen. Wie immer gibt es Menschen, die sich bereichern oder man könnte am Ablauf oder den Zertifikaten optimieren. Aber ohne Label und Zertifikate für die Erzeuger würden wir Verbraucher*innen keinerlei Orientierung haben.

Es ist darum aus meiner Sicht sehr bedauerlich, dass sich der Wirtschaftsausschuss des Kreises Steinburg gestern erneut nicht zu einer Beschlussempfehlung zur Einführung des Labels „Fair Trade Town Kreis Steinburg“ durchringen konnte. Immerhin werden zukünftig wohl fair gehandelter Kaffee und Tee bei den Kreisveranstaltungen eingekauft. Auch der Landrat wird seine Gäste vermutlich zukünftig entsprechend bewirten.

Es ist schade, dass dieses Gremium sich hinter Argumenten wie teils negativer Berichterstattung über Zertifizierungen und gefühlter Bevormundung der Kommunen, Schulen und Bürger*innen verschanzt.
Es hätte uns gut angestanden, ein Zeichen zu setzen.
Zumindest eine Kommune unseres Kreises, nämlich Kellinghusen, hat dies schon erreicht. Glückwunsch.
Deutschlandweit machen ca 600 Städte und 50 Kreise mit. Nur wir nicht. Schade

Was leider nicht beachtet wurde ist, dass durch Fair Trade die globalen Nachhaltigkeitsziele der UN (2016) direkt unterstützt werden. Durch fairen Handel mit kleinbäuerlichen Erzeugern wird aktiv Klimaschutz betrieben.

ÖPNV und kein Ende der Diskussion

Heute war ich mal wieder in Vertretung zur Sitzung des öffentlichen Ausschusses des Zweckverbands des ÖPNV des Kreises Steinburg. Hier treffen sich die Stadt- Kreis und Amtsvertreter um Beschlussvorschläge für die Verbandsversammlung zu beschließen. In dieser Verbandsversammlung kommen dann alle Mitglieder des Zweckverbandes zusammen um über die Beschlüsse abzustimmen. Das ist urdemokratisch und gleicht eigentlich einer Genossenschaft. Denn für den gesamten Kreis wird der öffentliche Bus Verkehr organisiert und bezahlt.
Letzteres, die Bezahlung ist dann aber auch das aktuelle Stressthema. Die Verwaltung des ZV hat in den letzten Jahren einen Plan bis zur Beschlussreife erstellt, wie das ÖPNV Netz des Kreises deutlich attraktiver gestaltet werden kann. Endlich gäbe es ein voll getaktetes Linien-Netz mit vermutlich auch mehr Fahrgästen. Ich persönlich finde die Vorschläge im Großen und Ganzen gut. Verbesserungen ließen sich später, nach der Realisierung, einarbeiten.

Jetzt ist natürlich nicht jede Gemeinde direkt Profiteur des Linienplanes, also gab es viele Diskussionsschleifen zur Verbesserung. Auch danach ist nicht jede Bürgermeisterin zufrieden, aber allmählich setzt sich der Wille zur Umsetzung des Plans durch.

Aber ach, es wird ja zusätzlich Geld kosten. Warum sollen denn auch die Gemeinden mehr bezahlen, die sich nicht als Gewinner fühlen? Solidargemeinschaft hin oder her, jetzt stehen die gewählten Gemeindevertreter in der Pflicht, den Bürgern die Mehrkosten zu erklären. Das geht oft nicht gut aus, also lehnen diese zum Teil die neuen Pläne ab.

Große Hoffnung wird auf den Beitritt zum HVV gesetzt, denn die Öffentlichkeit scheint dies zu wollen.
Ich habe allerdings in vielen Privat- und Wahlkampfgesprächen erfahren müssen, dass die meisten Gesprächspartner völlig falsche Vorstellungen von den Folgen eines Beitritts haben.
Der HVV lässt sich gut bezahlen, damit wir einen Anteil an deren Gesellschaft erwerben können. Danach werden die Tarifmodelle vom HVV auch für den Kreis Steinburg erarbeitet. Eine echte Mitsprachemöglichkeit haben wir dabei nicht mehr. Auch wird der HVV keine neuen Buslinien oder gar Züge bereitstellen. Der HVV ist nur eine Regiegesellschaft, die die einzelnen Betreiber koordiniert und die Fahrgelder untereinander verrechnet.
Ich bin überzeugt, dass dieser Weg nur der drittbeste ist. Am Besten wäre es, die Busse im Kreis Steinburg kostenfrei anzubieten und sich das Geld dafür über den privaten Autoverkehr zu holen.
Die zweitbeste Lösung ist ein Nordtarif, so dass man auch in andere Richtungen zu günstigen Konditionen fahren kann. Nicht alle Steinburger fahren nur in Richtung Hamburg. Aber nur diese profitieren ggf. durch den HVV.

Es bleibt spannend. Ich hoffe nur, dass das neue Liniennetz in 2021 endlich und vollständig realisiert wird. Das wäre ein großer, wichtiger, richtiger Schritt. Jedes Auto weniger auf unseren Straßen erspart direkt Kosten, Aufwand und Emissionen.

Westküste und Klimaschutz

Wie heute in der Rundschau richtig beschrieben ist unsere Heimat besonders betroffen vom Klimawandel.wenn der Meeresspiegel weiter ansteigt werden wir das Niederschlag-Wasser immer schwerer los. Darum finde ich es gut, dass sich zumindest für beiden Landräte für mehr Anstrengen des Bundes einsetzen. Warum unser Steinburger Landrat nicht dabei ist kann ich noch nicht einschätzen.

Klimaschutz ist nicht nur für den Hochwasserschutz wichtig.Auch die zu erwartenden Kosten für neue Pumpwerke an der Küste sind erheblich.Vielleicht lassen sich die volkswirtschaftlich denkenden Menschen dadurch zusätzlich leiten. Wenn das Wasser nicht entsorgt werden kann, dann müssen wir Bewohner weichen. Das nennen wir dann Klimaflüchtlinge. Mal schauen, wer uns dann eine neue Heimat anbietet.

Reparaturen statt Neukauf

Ein neues EU Reparaturrecht macht Hoffnung. Weniger Geräte zu produzieren spart Ressourcen und Energie.

Kommunal können wir zusätzlich viel machen. Vor allem schneller Umsetzen. Welche Ideen fallen mir da spontan ein?

  1. Über Sammelstellen angenommene Elektrogeräte aufarbeiten
  2. Sperrmüll Möbel und Spielsachen weiter verwerten
  3. Soziale Einrichtungen beim Aufbau und Betrieb von Workshops unterstützen.Dort könnte z.B. Laien gezeigt werden wie alte Dinge zu neuem Leben erweckt werden.
  4. Werbung machen für lokale Reparaturbetriebe
  5. Zweiverwertung von Smartphones organisirten
  6. ….

Da gibt es vieles um Müll zu vermeiden und Energie zu sparen.