Westküste und Klimaschutz

Wie heute in der Rundschau richtig beschrieben ist unsere Heimat besonders betroffen vom Klimawandel.wenn der Meeresspiegel weiter ansteigt werden wir das Niederschlag-Wasser immer schwerer los. Darum finde ich es gut, dass sich zumindest für beiden Landräte für mehr Anstrengen des Bundes einsetzen. Warum unser Steinburger Landrat nicht dabei ist kann ich noch nicht einschätzen.

Klimaschutz ist nicht nur für den Hochwasserschutz wichtig.Auch die zu erwartenden Kosten für neue Pumpwerke an der Küste sind erheblich.Vielleicht lassen sich die volkswirtschaftlich denkenden Menschen dadurch zusätzlich leiten. Wenn das Wasser nicht entsorgt werden kann, dann müssen wir Bewohner weichen. Das nennen wir dann Klimaflüchtlinge. Mal schauen, wer uns dann eine neue Heimat anbietet.

Ende der politischen Sommerpause

Heute findet der erste Umweltschutzausschuss nach der Sommerpause wieder zusammen. Das interessanteste Thema wird die Neuaufstellung der Abfallwirtschaft im Kreis Steinburg werden. Es geht um die Sicherstellung einer vernünftigen, das heißt ökologisch sinnvollen, Sicherstellung dieser wichtigen kommunalen Aufgabe. Es geht darum die nächsten Jahrzehnte schon jetzt voraus zu planen.
Besondere Herausforderung aus meiner Sicht ist, den Mülle, die Wertstoffe und die Problemstoffe umweltverträglich einzusammeln. Dabei spielt die Wahl der Antriebstechnik der Fahrzeugflotte eine große Rolle.

Aber auch die Organisation der Sammlung ist nicht so optimal. Mich stört sehr, dass so viele Fahrten nötig sind, weil Biotonne, Papier, Restmüll und Leichtverpackungen getrennt (zeitlich und logistisch) abgeholt werden. Vielleicht lässt sich hier über Optimierungen verhandeln?

Die Entsorgung oder Aufbereitung der gesammelten Stoffe ist ein weiteres wichtiges Thema. Gut finde ich, dass der Restabfall thermisch sinnvoll durch die Industrie verwendet wird. Schlecht dabei ist aber die Belastung der Bevölkerung am Industriestandort. Der gesamte Abfall des Kreises (und mehr) wird täglich per LKW angeliefert. Das führt zu erheblichem Lärm und verunreinigter Luft.
Wieso der vorhandene Bahnanschluss nicht wenigstens für die importierten (aus anderen Kreisen) Brennstoffe genutzt werden kann erschließt sich mir noch nicht.

Unser Biomüll wird leider noch immer über weite Wege transportiert und verwertet. Auch hier könnte ich mir eine Vergärung zur Gasgewinnung in der Region gut vorstellen.  Jeder Kilometer, den ein LKW nicht fahren muss ist wertvoll. Und wenn das gewonnene Gas auch als Treibstoff für die Fahrzeuge eingesetzt wird, ist das Sammelfahrzeug quasi CO2 neutral unterwegs.

Ein weiteres schwieriges Thema sind die Altlasten. Unsere Vorgängergenerationen haben einige Deponien hinterlassen. Diese sind zwar stillgelegt aber immer noch teuer. Die Entgiftung und der Schutz der Umwelt vor austretenden Gasen und Schadstoffen kostet viel Geld. Wie können wir diese Altlasten abbauen und Gesundheitsgefahren für die Zukunft minimieren?

Es bleibt viel zu tun.

Abfall Logistik Wirtschaft Management ÖPP

Es ist schon bedauerlich, dass der Kreistag sich im letzten Jahr dazu entschlossen hat, die Abfallwirtschaft inklusive Logistik nicht selber betreiben zu wollen. Es soll eine Ausschreibung einer ÖPP Variante erfolgen. Was das bedeutet war vielen Abgeordneten damals wohl nicht ganz klar. Auch ich musste mich erst einarbeiten und bin nun weiterhin Laie auf dem Gebiet. Gestern hat die Kreis-Verwaltung uns dann unter Einbeziehung eines Beratungsunternehmens eingehender informiert.
Es bleiben weiterhin Fragen offen, aber viele Dinge sind schon klarer geworden. Faktisch geht wohl kein Weg mehr an der öffentlich privaten Partnerschaftsvariante vorbei. Auch wenn es schwer fällt, in der Vergangenheit positive Erfahrungen aus Sicht der Verwaltung (des Bürgers) aufzuzeigen. Meist hat der Partner die Gewinne und der öffentliche Auftraggeber die Risiken getragen. Selbst das Bundeswirtschaftsministerium macht auf die Risiken aufmerksam. Auch der Bundesrechnungshof sieht laut Bericht im Deutschlandfunk nicht viele Vorteile dieser Partnerschaften.

Nun denn, beschlossen ist beschlossen und wir müssen das Beste daraus machen.

Wichtige Punkte sind:
1. Die Mitarbeiter der dann tätigen Abfall-Logistik müssen vernünftig bezahlt werden.
2. Die Qualität muss stimmen
3. Die Möglichkeit, im Laufe der mindestens zehn Vertragsjahre, inhaltliche Anpassungen vorzunehmen muss gegeben sein.
4. Wenn die Laufzeit zu Ende geht darf der Übergang in die Zukunft nicht zu Lasten der Öffentlichkeit gehen (Rückkauf der Privaten Anteile)

Versprochen wurde uns, dass durch die Einbindung eines privaten Investors (Partners) gute Angebote einholbar sein werden. Und, dass der Partner das KnowHow einbringt.

Ich meine, KnowHow kann man sich kaufen und ohne Partner besser etwas Sinnvolles für unseren Kreis aufbauen. Aber dieser Zug scheint vorerst abgefahren zu sein.

6.Mai 2018, ich bin gewählt worden

Bio/Description

Ich, Jahrgang 1966 bin seit 1985 verheiratet. Wir leben mit unseren beiden Kindern in Brokdorf, Kreis Steinburg. Seit 2019 leben wir in der kleinen Stadt Itzehoe, direkt am Wald.
Als gelernter Fernmeldehandwerker, Dipl. Ing. Elektrotechnik (Nachrichtentechnik) und Berufsschullehrer für Elektrotechnik und Wirtschaft/Politik sowie Schwimmlehrer habe ich das Thema “Lebenslanges Lernen” im beruflichen Sinne effektiv gelebt.
Auch privat durfte ich viele Lernerfahrungen machen. Ich kümmere mich stark um Erneuerbare Energien und E-Mobilität. Wir nutzen dies schon seit Jahren selber.
Früher habe ich einmal Kraftsport betrieben und etwas griechisch-römisch gerungen sowie Taekwondo Grundkenntnisse erworben. Danach hat mich die Schwerelosigkeit beim Sporttauchen lange fasziniert und heute bin ich im neuen Hobby des Gleitschirmfliegens aktiv.
Zwischendurch sind viele alte Autos restauriert oder Wohnmobile ausgebaut worden. Auch haben wir zwei alte Häuser restauriert und umgebaut, in letzterem, einem alten Bauernhof in Brokdorf, leben wir derzeit.
Gearbeitet habe ich lange für die Deutsche Telekom und ihre Tochterunternehmen. Aktuell, schon seit 2008 arbeite ich als Studienrat am rbz steinburg.
Seit 2010 beteilige ich mich aktiv an einer Entwicklungspartnerschaft mit dem Verein “Tansania-Zukunft durch Sonne e.V.” und privaten kleinen Unterstützungsprojekten in Tansania.
Mittlerweile bin ich auch 17 Jahre Mitglied unserer Freiwilligen Feuerwehr. In diesem Rahmen bilde ich Kameraden und Kameradinnen im Sprechfunk und Rhetorik für den Kreis Steinburg aus.
Nebenbei unterstütze ich Prüfungsausschüsse der IHK für Elektroberufe durch Abnahme von Facharbeiter und Meisterprüfungen.
Seit einigen Jahren vermittle ich, in Kombination mit Elektrotechnik, einigen Migranten Kenntnisse der deutschen Sprache. Diese Arbeit bringt viel Freude mit sich, weil sie direkt durch die SchülerInnen gewürdigt wird.
Politisch liegen mir die Grünen seit den 1980er Jahren nahe, ich bin derzeit Sprecher des Kreisverbandes Steinburg und gestern, den 6.5.2018 in den Kreistag Steinburg gewählt worden.
Ich hoffe mich insbesondere um den öffentlichen Personenverkehr, regionale Wirtschaft und Nachhaltige Energienutzung kümmern zu können.
Mein Ziel im Leben hat sich oft geändert. Ich strebe an, diese schöne Welt noch lange zu erhalten und für unsere Nachkommen lebenswert zu gestalten.

Mit kleinen Schritten kann dies gelingen, wenn viele Menschen diese Schritte mit gehen.
Ich habe schon viel erlebt, bin immer neugierig und hoffe, diese Stärken nun erfolgreich für unsere Region, Kreis Steinburg, einsetzen zu können. Die meisten Ziele in meinem Leben konnte ich erreichen, also….

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